Generelle Ratschläge zum Geld anlegen und Kontakt

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Ratschläge zur Geldanlage

Geld in festverzinslichen Papieren anlegen ist sicher? – Einerseits ja, aber nicht bei Inflation. Dann führt eine 10-jährige Anleihe mit 4 % Zinsen nach z. B. 3 % Inflation und zusätzlichen Steuern zu Vermögensverlusten. Schlimmer wird es bei hoher Inflation wie in den beiden Ölpreiskrisen. Es gibt keine wirklich sichere Geld-Anlage - selbst Immobilien wurden schon enteignet, ehrwürdige Unternehmensgiganten starben aus, Rentenpapiere entwertet und Betrügereien gab es auch quer durch die Geschichte. Sicherheit gibt nur die Streuung.

Aktienfonds sind überflüssig - Nicht, weil sie schlecht rentieren, denn langfristig als Sparplan tun sie es, sondern weil die meisten Aktienfonds den eigenen Index nicht schlagen, also mit Management keine bessere Rendite hinbekommen. Dafür werden aber happige Gebühren vereinnahmt, die den Ertrag des Anleger schmälern. [e-fundresearch, zitiert in der FAZ 25.05.2005].

Währungskredite auch zur Hausfinanzierung? Währungskredite in Schweizer Franken, Yen oder Dollar sind attraktiv bei niedrigen Zinsen. Wenn Sie schätzen, dass der Kreditzinssatz zum Eurokredit auf Dauer 1 % niedriger ist, kann die Währung um 10 % steigen, ohne dass sie sich schlechter als mit dem Eurokredit stellen. Fällt die Währung gar, dann sind machen Sie bei Tilgungen Währungsgewinne; steigt die Währung, machen Sie Verluste. Währungskredite eignen sich bei Anlagen im entsprechender Währung, um das Währungsrisiko zu sichern. Wenn z. B. ein Dollarkredit für einen US-Immobilienfonds aufgenommen wird, so ist der Dollarkurs für den Kreditteil egal, denn auf Dollarbasis ändert sich nichts dadurch. Inzwischen gibt es Haufinanzierungen in Fremdwährung, insb. in sfr, mit nur kurzfristig festgeschriebenen Zinsen. Geht die Zinsdifferenz-Spekulation in den ersten Jahren auf, wie oben beschrieben, so lohnt dies, allerdings ist das Risiko der Währungsschwankung erheblich. Ein alter Bankerspruch sagt: "Was man vorne einspart, braucht man hinten nicht mehr zu zahlen." Damit wird die gängige Kreditpraxis z. B. bei Schiffen beschrieben, variable, kurzfristige und deshalb niedrige Zinsen als Kredit bei einer langlaufenden Anlage einzusetzen.

Der Bauspar-Bluff - Viele Menschen schließen Bausparverträge ab, um ein Eigenheim zu finanzieren. Allerdings ist dafür der Bausparvertrag ungeeignet, da er durch die kurzfristige Tilgung eine so hohe Belastung darstellt, dass er immer nur als Beimischung zu einem herkömmlichen Hypothekendarlehen. Und günstig ist er auch nicht, da verschiedene Gebühren und der Verzicht auf höhere Zinsen in der Ansparphase die effektiven Kreditzinsen gegenüber dem niedrigen Nominalkreditzins erhöhen. [z. B. Finanztest Sept./Okt. 1994 und Verbraucherzentrale Bremen 2008]

Auslandsanlagen - Auslandsanlagen außerhalb der EU sind immer Währungsspekulationen. Ein Währungsgewinn oder -verlust kann eine Prognose zur Makulatur werden lassen. Zudem sollten ausländische Gesetzesänderungen nicht unterschätzt werden. So führte Holland eine Steuer auf Immobilienfonds ein, die nicht in Deutschland angerechnet werden kann. Die Exotik des Auslands darf nicht darüber täuschen, dass alle nur mit Wasser kochen.

Garantien bei Geldanlagen - Garantien sind in der Regel durch die Anleger selbst zu zahlen, allerdings versteckt. So wird etwa ein Geldbetrag garantiert, der durch die Anlage eines Teils der Anlegergelder in ein sicheres Depot erzielt wird. Das könnte der Anleger aber selbst machen. Sollte eine Garantie nicht von einer Bank stammen, taugt sie sowieso nicht, da im Zweifelsfall die Gesellschaft nebst ihrer Geldanlage in Schwierigkeiten kommt.

Übertriebener Spareifer - Da keiner weiß, wie alt er ist, sollte er vor lauter Sparen nicht vergessen, ins Leben zu investieren. Bildung und einen Wohlstandbauch kann ihm keine Krise oder Crash mehr nehmen.

Millionär - Eine deutsche Untersuchung zeigte, dass Millionäre unscheinbare Personen sind, die zeitlebens viel sparen und hart arbeiten, also fernab vom Klischee leben.

Streuung - Geld gestreut anlegen heißt bei den Deutschen laut der Vermögensstatistik der Bundesbank: Aktien, Lebensversicherungen, festverzinsliche Wertpapiere, Sparbuch und Investmentfonds. Aber es gibt viel mehr, auf das man streuen kann, z. B. geschlossene Fonds mit Schiffen, Windrädern, Containern usw.*) Oder auch in ...   

... Versicherungen - die braucht man nur, wenn man das Risiko nicht selbst tragen kann, z. B. im Falle einer Haftpflichtversicherung (Privathaftpflicht), Risiko-Lebensversicherung für die Familie, Unfallversicherung, Hausrat u. ä. unkalkulierbar teure Risiken.  

... das größte Vermögen - die eigene Arbeitskraft. Investieren Sie in Bildung, denn Ihr Jahreseinkommen mal Ihrer restlichen Arbeitsjahre ist sehr viel wert.

Die etwas andere Empfehlung, für Hamburger, die ihre Eltern nicht ins Heim "abschieben" wollen. Ein Bekannter von mir organisiert für Pflegebedürftige die Betreuung zu Hause, rund um die Uhr. Dankbar angelegtes Geld.

Anregungen und Kritik können Sie mir gerne mitteilen
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*) Einführung und Überblick in die Geldanlage in Schiffsbeteiligung, Hedge-Fonds etc.
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